Teppichweberei – Teil II

Juhu, endlich geht es weiter. Und wie es weiter geht! Es geht sogar so weit weiter, dass es gar nicht mehr weiter geht: Gipfel, Finale und letzter Akt quasi zusammen. Und obendrauf das i-Tüpfelchen oder besser das T-Tüpfelchen: unser erster selbst geklöppelter Teppich. So einen hat sonst keiner und niemand auch nicht. Liegt verdammt gut auf, sieht verdammt gut aus. Ein Selbstläufer! Und sowas von geschmeidig...juhu, juhu, juhu!


Beim letzten Mal haben wir die Kettfäden vorbereitet, die Anfangsschlaufe geschlauft und am ersten Stäbchen befestigt. Und genau da machen wir heute weiter. Legt nun die Kordel abwechselnd vor und hinter die Stäbchen. Schiebt sie dabei möglichst nah an das untere Ende der Stäbchen. Beim letzten Stäbchen macht ihr kehrt und wickelt die Kordel nun genau andersherum. Das heißt: Bei allen Stäbchen, bei denen die Kordel auf dem "Hinweg" vorne lag, muss sie nun hinten liegen und umgekehrt. Webt nach diesem Prinzip Reihe für Reihe weiter.





Sind die Stäbchen zu zwei Dritteln gefüllt, zieht ihr das letzte Stäbchen aus dem Webgerät heraus. Zieht es soweit heraus, dass ihr es hinter dem Gewebten wieder zurück in das Loch stecken könnt. Das macht ihr nun nacheinander mit allen Stäbchen. Achtet darauf, dass sich die Kettfäden dabei nicht verheddern. Bevor es mit dem Weben weitergeht, solltet ihr das Gewebte wieder bis an die Stäbchen heranschieben. Das geht am besten, wenn ihr die Kettfäden straff haltet und das Webstück mit euren Fingern – wie mit einem Kamm – nach oben schiebt. Und genau so macht ihr weiter: Weben, Runterschieben, Ranschieben so lange, bis euer Läufer die gewünschte Länge erreicht hat.





Zieht dann die Stäbchen wie gehabt heraus. Seid großzügig beim Durchziehen der Kettfäden, denn ihr braucht davon genug zum Verknoten und für die Fransen. Löst das Weberät vom Tisch und legt euer Webstück flach auf den Tisch oder den Boden. Streicht alles glatt und öffnet die Knoten am Ende der Kettfäden. Nehmt nun den rechten Faden vom ersten Stäbchen und den linken Faden vom zweiten Stäbchen und macht einen Doppelknoten. Danach den rechten Faden vom zweiten Stäbchen und den linken Faden vom dritten Stäbchen und so weiter. Den ersten und den letzten Faden verknotet ihr jeweils mit dem ersten und dem letzten Doppelknoten. Zieht alle Knoten noch einmal ordentlich fest und macht dann dasselbe auf der anderen Seite.



Zum Schluss müsst ihr nur noch die überstehenden Kordelenden ins Gewebe einziehen und den Fransen einen ordentlichen Schnitt verpassen. Und sollte euer Teppich wider Erwarten zu klein geraten sein, lässt er sich prima als Untersetzer verwenden. Eine Spitzensache, das mit dem Stäbchenweben, oder was meint ihr?

Teppichweberei – Teil I

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bildschœnes: Teppichweberei – Teil II

Donnerstag, 9. Juli 2015

Teppichweberei – Teil II

Juhu, endlich geht es weiter. Und wie es weiter geht! Es geht sogar so weit weiter, dass es gar nicht mehr weiter geht: Gipfel, Finale und letzter Akt quasi zusammen. Und obendrauf das i-Tüpfelchen oder besser das T-Tüpfelchen: unser erster selbst geklöppelter Teppich. So einen hat sonst keiner und niemand auch nicht. Liegt verdammt gut auf, sieht verdammt gut aus. Ein Selbstläufer! Und sowas von geschmeidig...juhu, juhu, juhu!


Beim letzten Mal haben wir die Kettfäden vorbereitet, die Anfangsschlaufe geschlauft und am ersten Stäbchen befestigt. Und genau da machen wir heute weiter. Legt nun die Kordel abwechselnd vor und hinter die Stäbchen. Schiebt sie dabei möglichst nah an das untere Ende der Stäbchen. Beim letzten Stäbchen macht ihr kehrt und wickelt die Kordel nun genau andersherum. Das heißt: Bei allen Stäbchen, bei denen die Kordel auf dem "Hinweg" vorne lag, muss sie nun hinten liegen und umgekehrt. Webt nach diesem Prinzip Reihe für Reihe weiter.





Sind die Stäbchen zu zwei Dritteln gefüllt, zieht ihr das letzte Stäbchen aus dem Webgerät heraus. Zieht es soweit heraus, dass ihr es hinter dem Gewebten wieder zurück in das Loch stecken könnt. Das macht ihr nun nacheinander mit allen Stäbchen. Achtet darauf, dass sich die Kettfäden dabei nicht verheddern. Bevor es mit dem Weben weitergeht, solltet ihr das Gewebte wieder bis an die Stäbchen heranschieben. Das geht am besten, wenn ihr die Kettfäden straff haltet und das Webstück mit euren Fingern – wie mit einem Kamm – nach oben schiebt. Und genau so macht ihr weiter: Weben, Runterschieben, Ranschieben so lange, bis euer Läufer die gewünschte Länge erreicht hat.





Zieht dann die Stäbchen wie gehabt heraus. Seid großzügig beim Durchziehen der Kettfäden, denn ihr braucht davon genug zum Verknoten und für die Fransen. Löst das Weberät vom Tisch und legt euer Webstück flach auf den Tisch oder den Boden. Streicht alles glatt und öffnet die Knoten am Ende der Kettfäden. Nehmt nun den rechten Faden vom ersten Stäbchen und den linken Faden vom zweiten Stäbchen und macht einen Doppelknoten. Danach den rechten Faden vom zweiten Stäbchen und den linken Faden vom dritten Stäbchen und so weiter. Den ersten und den letzten Faden verknotet ihr jeweils mit dem ersten und dem letzten Doppelknoten. Zieht alle Knoten noch einmal ordentlich fest und macht dann dasselbe auf der anderen Seite.



Zum Schluss müsst ihr nur noch die überstehenden Kordelenden ins Gewebe einziehen und den Fransen einen ordentlichen Schnitt verpassen. Und sollte euer Teppich wider Erwarten zu klein geraten sein, lässt er sich prima als Untersetzer verwenden. Eine Spitzensache, das mit dem Stäbchenweben, oder was meint ihr?

Teppichweberei – Teil I

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10 Kommentare:

Am/um 9. Juli 2015 um 12:19 , Anonymous Barbara meinte...

Grandiose Nummer, so könnte man sich sogar den Teppich für eine Carpet Bag selber herstellen. Kannt ich noch nicht diese Webvariante. Danke!

 
Am/um 9. Juli 2015 um 13:20 , Blogger bild schœnes meinte...

Carpet Bag, auch was gelernt! :) Vermutlich müsste man dafür etwas dünneres Garn nehmen, sonst wird das Ganze zu schwer...

Lieben Gruß

 
Am/um 9. Juli 2015 um 15:15 , Blogger Heike von WIESOeigentlichnicht meinte...

Fantastisch! Das so etwas einfaches so schick und edel aussehen kann.
Vor allem das schafft wirklich jeder. Jetzt ist nur die Frage, wo ich so eine schicke Kordel herbekomme? Hast du ein Tipp?

Ich bin schon gespannt auf dein nächstes Projekt. :)
Einen schönen Nachmittag.
Herzlichen Gruß
Heike

 
Am/um 9. Juli 2015 um 20:22 , Anonymous Barbara meinte...

Da könntest du recht haben, allerdings zeichnen sich Carpet Bags auch durch krasse Stabilität aus, da is das eher ein Feature, wenn's schwer is :)

 
Am/um 10. Juli 2015 um 10:26 , Blogger Franzy vom Schlüssel zum Glück meinte...

Achgott, wie cool!
ich brauch eingaaaanz langes stäbchenbrett XD

Viele liebe Grüße

Franzy

 
Am/um 14. Juli 2015 um 15:52 , Blogger Sarah Hannen meinte...

Huhu,

der Teppich ist so toll. Ich hab mich direkt verliebt! Jetzt brauche ich ganz dringend so ein Stäbchenwebgerät, darf ich fragen wo du deins gekauft hast und welche Größe du Zuhause hast? Sehr viele Optionen scheint das Internet nicht herzugeben...

Hachja...ich muss nochmal sagen..ICH LIEBE DEN TEPPICH!

Liebe Grüße, Sarah

 
Am/um 14. Juli 2015 um 16:02 , Blogger bild schœnes meinte...

Hallo liebe Heike,

du bekommst solche Kordeln z.B. bei jajasio.de oder bei naehkaufhaus.de. Vermutlich gehen bei denen demnächst ein paar Großbestellungen ein. ;)

Viele liebe Grüße von Julia

 
Am/um 14. Juli 2015 um 16:07 , Blogger bild schœnes meinte...

Hallo liebe Sarah,

das freut mich riesig, dass dir Teppich so gefällt! Zu deiner Frage: Ich habe mein Webgerät bei flinkhand-shop.de gekauft. Es hat zwei Holzleisten mit Löchern und damit kommt man auf eine Webbreite von 100 Zentimetern. Wenn man eine größere Beite möchte, könnte man entweder zwei Teppiche zusammennähen oder zwei Webgeräte kaufen und nebeneinander "installieren".

Ganz lieben Gruß
Julia

 
Am/um 14. Juli 2015 um 21:43 , Blogger Sarah Hannen meinte...

Hallo Julia,

danke für deine schnelle Antwort. Eine Frage habe ich noch: Die 450m-Kordel haben die aber nicht am Stück geliefert, oder doch? Im Moment geh ich davon aus das man sicherlich mehrmals neue Kordel ansetzen muss!?

Liebe Grüße,
Sarah

 
Am/um 15. Juli 2015 um 08:06 , Blogger bild schœnes meinte...

Guten Morgen Sarah,

du hast recht, die Kordel gibt es - soweit ich weiß - in 50 oder maximal 100 Metern Länge. Wenn du beim Weben bei einem Knäuel ans Ende kommst, bindest du das neue einfach mit einem nicht allzu festen Doppelknoten daran fest. Zum Schluss werden diese Knoten dann wieder gelöst und die Fadenenden einfach ins Gewebe eingezogen. Du solltest deshalb auch hier darauf achten, dass die Fadenenden nicht zu kurz ausfallen.

Melde dich jederzeit, wenn du noch Fragen hast!

Liebe Grüße von Julia

 

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