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Eine runde Sache – zum Nachmachen I

Mit Form und Funktion ist das im Design so eine Sache. Wer nun genau (aus) wem folgen sollte, dazu gibt es verschiedene Meinungen. Ich glaube, dass die beiden eigentlich ein Spitzenteam sind, ohne das ganze Dominanz-gedöns. Sehen kann man das zum Beispiel an diesen Untersetzern: Die kommen nicht nur unheimlich lässig daher, sondern sind auch voll funktional...und waschbar und selbstgezimmert und überhaupt!



Ihr wollt auch solche Wunderwerke des Designs? Für vier Untersetzer braucht ihr ca. zehn Meter Baumwollseil (z.B. Wäscheleine), Nähgarn, ein paar Stecknadeln, eine Schere und ein Maßband. Ach ja, und eine Nähmaschine, die auf Zack ist, besser noch auf Zickzack.



Schneidet euch als Erstes etwa zwei Meter dreißig von dem Seil ab, wickelt es ein paarmal um sich selbst und steckt das Ganze mit Nadeln fest. Stellt dann eure Nähmaschine auf Zickzackstich – wählt die Stichbreite so groß wie möglich, die Stichdichte ist Geschmackssache. Wenn eure Maschine über eine Nadelstopp-Funktion verfügt, stellt diese unbedingt auf die Position "unten". 


Schiebt nun die "Seilschnecke" unter den Nähfuß, so dass das lose Seilstück auf der rechten Seite liegt. Damit die Stiche schön gleichmäßig werden, orientiert ihr euch am besten immer an der Kerbe im Nähfuß. Genau dort sollte der Spalt zwischen den zwei Seilsträngen verlaufen, die ihr gerade zusammennäht. 



Und dann geht es los mit dem Nähen. Zu Beginn müsst ihr immer wieder stoppen und euer Nähstück zurechtdrehen, damit eine saubere Rundung entsteht. Da das sehr mühsam ist, würde ich euch empfehlen, nicht genau in der Mitte anzufangen, sondern erst nach ein, zwei Windungen.



Ihr werdet sehen: Wenn es einmal läuft, dann läuft es! Sobald ihr einen Durchmesser von elf Zentimetern erreicht habt, schneidet ihr das restliche Seil einfach ab. Damit sich das Seilende nicht aufdröselt, wird es mit ein paar dichten Zickzackstichen vernäht.


Genau so macht ihr es auch in der Mitte des Untersetzers, dann sitzt alles fest. Jetzt das Ganze noch mal und noch mal und noch mal und schon ist das adrette Quartett komplett.



Und das nächste Mal zeige ich euch dann, wie man Untersetzer mit Rand – oder auch Schalen – baut. Die schöpferische Kraft der Einheit von Form und Funktion ist eben unendlich...

Kommentare:

  1. Sehr sehr cool... und die Nähmaschine lebt noch?
    Liebe Grüße, Kebo

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  2. Form follows function, ich folge Dir - coole Idee!
    Puh, ich brauche Zeit!
    Liebe Grüße
    Cora

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  3. Wow! Gefällt mir richtig gut! Liebe Grüße, Kea

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  4. yep - sehr sehr cool!!!!
    herzliche grüße
    die frau s.

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  5. Wahnsinn! Die Umsetzung würd ich nicht hinbekommen, aber kaufen würd ich sie sofort. Echt superschön und stylish! Du hast es halt drauf!
    Ganz liebe Grüße zu Dir!
    Sonja
    P.S. Die Bleistiftzeichnungen sind digital ein bisschen nachbearbeitet... ;-)

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  6. Sehr cool...
    Meine DIY-To-Do Liste wächst und wächst..
    jetzt brauch ich nur noch einen Berg Zeit und einen AHufen Muse
    XD
    Danke für das tolle Tutorial.
    Ich warte Sehnsüchtig auf das zur Schlae :)

    Ganz viele liebe Grüße

    Franzy

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